DE Jazz’n’More, Ruedi Ankli (nov.2018)

In der italienischen Jazz-Szene fällt mir zur Zeit ein neuer Hang zu liebevoll gepflegter Ästhetik auf.
Daran ist man eigentlich fast schon gewohnt durch die markante Präsenz der Trompeter Enrico Rava und Paolo Fresu, beide eher dem melodischen Element zugetan. Interessanterweise fallen mir aber diesmal Cracks auf, die besonders live eher der freien Szene zuzurechnen sind. So etwa Mirko Signorile, unter den Musikern des Labels auand ein sehr alternativ geprägter Pianist. Nun hat er gemeinsam mit Francesco Ponticelli (b) und Enrico Morello (dr) das luftige und farbige Album “Trio Trip” entworfen und für einmal dem Bauch den Vorzug vor dem Hirn gegeben. Das expressionistische Resultat lässt sich hören und natürlich auch geniessen.