DE Sonic (jan.2018)

Vor gerade einmal zwei Jahren veröffentlichten Pericopes +1 ihr Debüt-Trio-Album « These Human Beings » (Alfa Music) und gewannen damit die Aufmerksamkeit von Jazz-Größen und internationalen Medien gleichermaßen. Der US-amerikanische Tenor und Sopransaxofonist Dave Liebman beschrieb das Album als « wundervolle, stilistisch breit€ und makellos gespielte Musik » und das Downbeat Magazin lobte ihre « deutlich spürbare Intention und große Kraft ». Das Album öffnete Pericopes +1 Türen zu neuen Internationalen Bühnen und führte zu fünf Tourneen in ganz Europa, Großbritannien und den USA. Nun präsentieren Pericopes+1 ein ebenso originelles wie unwiderstehliches Folgealbum, das seinem Namen alle Ehre macht.
Auf “Legacy” bedienen sich Pericopes+1 einer ganz neuen von der alternativen Popkultur der letzten Jahrzehnte inspirierten musikalischen Palette: dynamische Grooves, ein klarer Fokus auf Rhythmen, Rhodes-Sounds un elektronische Effekte veredeln die kompositorischen Kunstgriffe der Band, ohne akustische Feinheiten zu überdecken. Wie der Name schon sagt, soll “Legacy” als Vermächtnis und gleichzeitig als Hommage an ikonoklastische Künstler, die ihre kreative Visionen auch angesichts grober Ungewissheit couragiert verfolgten, verstanden werden.
Der Grundgedanke für “Legacy” entwickelte sich während der Proben und auf Tour mit These Human Beings un zu einer Zeit, in der gleich mehrere “Helden” der Popmusik starben. Künstler wie David Bowie, Prince, Chuck Berry oder Lemmy Kilmister setzten neue musikalische Trends, überschritten stilistische Grenzen, sprengten einengende Rahmen und prägten mit ihren Schaffen auch die musikalischen Visionen von Emi, Alex und Nick. Im Geist dieser musikalisch offenen Soundwelten versuchen Pericopes+1, eine Vielzahl von Stimmungen, Stilen und ästhetischer Qualität zu verbinden und dem Zuhörer Freiraum für eigene Interpretationen zu lassen.
Trotz der geografischen Herausforderung (Nick lebt in New York, Emi in Italien, Alessandro in Paris) fanden Pericopes +1 schließlich 2016 Zeit, das Konzept für das Album zu verfeinern. lm ländlichen Pennsylvania (USA) und während der Masterclass-Residence an der University of Aberdeen (Scotland) zu Beginn ihrer Herbst-Tour 2016 nahmen ihre Ideen Form an und konnten an einem Live-Publikum getestet werden, bevor die Stücke in den Artesuono Studios in Udine, Italien, aufgenommen wurden.
Pericopes wurde 2007 von Emi Vernizzi und Alessandro Sgobbio ursprünglich als Saxofon-Klavierduo gegründet. Die beiden veröffentlichten in dieser Form drei Alben und gewannen den italienischen TopJazz Award, den Padova Carrarese Prize und den Umbrien Jazz Contest. 2014 begann ihre Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Schlagzeuger Nick Wight und sie tourten als Trio unter Namen Pericopes+1 in den USA, Großbritannien, Deutschland, Österreich, Frankreich, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Holland und Belgien. Festivals wie Sunside (Paris), Jazz Dock (Prague), Stockwerk (Graz), Shapeshifter Lab (NYC), Gateshead International Jazz Festival (UK), Fano Jazz by the Sea (lI), BurgJazz Festival (Münster), Jazz of Wine & Peace Festival (lT) und Scotland Sound Festival (UK) gehörten zu ihren Stationen und sie teilten die Bühne unter anderem mit Stefano Battaglia und Nils Petter Molvaer.